In der Schulpolitik ticken die Uhren in Erftstadt anders. Sie ticken rückwärts. ins letzte Jahrtausend. Erftstadts konservative Schulpolitiker halten am dreigliedrigen Schulsystem fest aus dem letzten Jahrtausend fest. Daran soll sich auch bei der erneuten Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes nichts ändern.
Was die Eltern und ihre Kinder wollen, interessiert die Verwaltung nicht. Denn eine Elternbefragung ist nicht vorgesehen. Offensichtlich ist die Angst groß, dass die Eltern mehr wollen als nur das aktuelle Angebot. Dass sie – wie auch schon in der Vergangenheit – auch eine Gesamtschule wollen.
Wir, die Gruppe FWG/Aufbruch, haben deshalb jetzt zusammen mit der Fraktion Die Linke, eine solche Befragung beantragt – wie im Übrigen auch die SPD-Fraktion. Wir wollen, dass zumindest die Eltern der Grundschulklassen drei und vier nach ihren Prioritäten bei der Schulwahl befragt werden.
Eine verantwortungsvolle und konstruktive Schulentwicklungsplanung erfordert zwingend eine Befragung der Eltern. Weil wir auf größtmögliche Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler setzen, wollen wir im Zuge der Beratungen auch die Fachleute im neuen Ausschuss für Chancengleichheit und Integration sowie im Beirat für Inklusion und Senioren beteiligen. Chancengleichheit gilt für uns auch für Kinder mit einem Handicapt und für Kinder mit Migrationshintergrund.
Der Entwurf des Schulentwicklungsplanes, der gemeinsame Antrag der Gruppe FWG/Aufbruch und Die Linke und auch der Antrag der SPD-Fraktion werden am kommenden Mittwoch (10. Juni) im Ausschuss für Bildung beraten.
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