Kritische Töne, andere Ansichten und konstruktive Diskussionen sind unerwünscht
Die jetzt von CDU, Grünen und FDP beschlossene Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes taugt nicht als seriöses Konzept für die weitere Schulentwicklung in unserer Stadt. Die reine Beibehaltung des Status Quo reicht nicht aus, den Eltern und ihren schulpflichtigen Kindern ein Schulangebot zu unterbreiten, dass modernen Anforderungen entspricht. Gleichzeitig verstößt es gegen das Prinzip der Chancengleichheut.
Die Ablehnung einer Elternbefragung schulpflichtiger Kinder zu ihren priorisierten Schulformen (gemeinsamer Antrag FWG/Aufbruch und Fraktion Die Linke) ist ein weiterer Schritt in eine Verwaltungs- und Ratsarbeit, die die Meinungen der Erftstädterinnen und Erftstädter völlig ignoriert. In Erftstadt ticken die Uhren anders. Sie ticken rückwärts, kritisieren Bernd Bohlen und Raymond Pieper von der Gruppe FWG/Aufbruch.
Kritische Stimmen, neue Vorschläge und kontroverse Meinungen sowie in der Folge konstruktive Diskussionen sind nicht erwünscht. CDU und Grüne und nicht zuletzt die Verwaltung bereiten ihre Entscheidungen leider immer mehr hinter verschlossenen Türen vor. Dort ausgeklüngelte Beschlüsse sind dann unveränderbar. Das widerspricht allen demokratischen Grundprinzipien.
Eltern seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr befragt worden.
Zum Bedarf unterschiedlicher Schulformen sind die Eltern der Abschlussklassen der Grundschulen seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr befragt worden. Zum zweiten Mal hintereinander entscheidet eine Ratsmehrheit nun über Erftstadts Schulen, ohne zu wissen, was die Eltern wollen. Jeder verantwortlich handelnde Schulpolitiker müsste sich vehement für eine Bedarfsanalyse einsetzen. Aber offenbar haben die Bürgermeisterin und die Verwaltung sowie die Ratspolitiker von CDU, Grünen und FDP große Angst davor, dass die Eltern eben mehr wollen als nur den Erhalt des derzeitigen Schulangebots. Angst haben Verwaltung und Ratsmehrheit auch davor, die Fachleute in den von ihnen selbst eingerichteten Beiräten und Ausschüssen zu beteiligen. Die von FWD/Aufbruch und der Fraktion Die Linke zusätzlich zur Elternbefragung beantragte Beteiligung des Inklusion- und Seniorenbeirates sowie des Ausschusses für Chancengleichheit und Integration lehnten CDU, Grüne und FDP rigoros ab.
Bildquelle: iStock – can atak
- Zum gemeinsamen Antrag der Gruppe FW/Aufbruch und der Fraktion Die Linke: https://aufbruch22.de/wp-admin/post.php?post=2367&action=edit.



